Möbel Museen in Berlin und Wien
Das älteste Museum für Kunstgewerbe
1875 wurden ca. 7000 Kunstobjekte aus der brandenburgisch-preussischen Kunstkammer in die Sammlung des Museums übernommen; und 1879 entstand für die gesamte Sammlung der Name Kunstgewerbe-Museum.
Man findet in diesem Museum europäisches Kunsthandwerk aller der Antike nachfolgenden Stilepochen, z.B. als Gold- und Silberschmiedearbeiten, Glas-, Email- und Porzellangefäße, Möbel und Raumgetäfel sowie Tapisserien, Kostüme und Seidenstoffe.
Möbel Museum
Die Sammlung von Möbeln aus den verschiedenen Epochen ist in Umfang und Qualität allein schon mehrere Museumsbesuche wert.
1881 bezog das Berliner Kunstgewerbe-Museum ein eigenes Gebäude, den berühmten Martin-Gropius-Bau.
Dort beherbergte das Museum inzwischen nicht nur Spezialsammlungen aus den Bereichen Goldschmiedekunst, Keramik, Glas und Textilien, sondern bot damals schon einen chronologischen Überblick über die Geschichte der Innenarchitektur (Möbel und Einrichtungsgegenstände) vom Mittelalter bis zum späten 19. Jahrhundert.
Das Kunstgewerbe Museum und Möbel Museum im Berliner Schloss
Die Sammlung aus dem Kunstgewerbe-Museum zog 1921 in das Berliner Schloss und wurde dort mit den Kunstgegenständen aus dem ehemaligen königlichen Besitz zusammengeführt.
Dabei entstand der Name "Schlossmuseum".
Nach dem 2. Weltkrieg war das Berliner Schloss zwar lange nicht vollkommen zerstört, aber doch in großen Teilen bis zur Zerstörung beschädigt, und die Sammlungen der Museen wurden in verschiedenen Stadtteilen aufbewahrt.
Da die Aliierten Berlin nach Kriegsende in verschiedene Sektoren ihres jeweiligen Einflussgebietes aufgeteilt hatten, ergaben sich 1 Ostsektor und 3 Westsektoren.
Berliner Museen getrennt in Ost und West
Es entstanden ein Ostberlin und ein Westberlin; und durch den Bau der Berliner Mauer 1961 waren die Sammlungen aus dem Berliner Kunstgewerbe-Museum für lange Zeit entgültig voneinander getrennt.
Die Teile der Sammlung aus dem Kunstgewerbe-Museums, die sich in Ostberlin befanden, wurden ab 1963 im Schloss Köpenick ausgestellt; die Teile der Sammlung, die sich in Westberlin befanden, konnte man im Schloss Charlottenburg besichtigen.
Das Kunstgewerbe-Museum und Möbel-Museum im Museumsbau am Kulturforum
Möbel im Museum Berlin Tiergarten
1985 zog ein großer Teil der Sammlungen dann in den neu gebauten Museumsbau am Kulturforum; die Depandance vom Museum im Schloss Köpenick wurde aber unter dem Namen "Museum der Raumkunst" beibehalten.
Möbel im Museum Berlin Köpenick
Auch dort im inzwischen sanierten und restaurierten Schloss Köpenick (Schloss Museum Köpenick) sind seit dem Jahr 2004 Möbel und Kunstgegenstände aus Renaissance, Barock und Rokoko zu sehen.
Das Kunstgewerbe-Museum und Möbel-Museum im Schloss Köpenick
(Schloss Köpenick wurde 1677–1690 als Residenz für den brandenburgischen Kurprinzen Friedrich erbaut und war das bedeutendste Barockschloss seiner Zeit in der Mark Brandenburg.
Schloss Museum Köpenick - ein Museum im Schloss
Ein Besuch beider Museen ist sehr empfehlenswert, wenn man die zurecht berühmten Originale höchster Möbelbaukunst und die besten Arbeiten berühmter Möbeltischler vom deutschen und französischen Barock bis zu den verschiedenen Ausprägungen des europäischen Jugendstil und Art Deco zum Greifen nah bewundern möchte, Möbel, die schon zur Zeit ihrer Herstellung als Kunstwerke galten, wie z.B. im Möbel-Museum am Kulturforum den berühmten und als Kunstwerk geschätzten Sekretär, der von David Roentgen um 1779 für den französischen Hof gefertigt wurde...
> Meister der Möbelkunst
Ausstellungen der Museen in Berlin
Die Ausstellung im Kunstgewerbe-Museum (Möbelmuseum) am Kulturforum bietet außerdem einen guten geschichtlichen Überlick über die Entstehung und Veränderung der einzelnen Stilepochen von ganz früher Zeit an:
Im Kunstgewerbe-Museum stehen einige der wenigen noch erhaltenen Originale aus der Epoche der Gotik und Möbel aus der Renaissance.
Darüberhinaus verfügt das Museum über eine große Sammlung von Möbeln aus der Epoche des Barock und Klassizismus bis zu Möbeln und kunsthandwerklichen Gegenständen aus dem 20. Jahrhundert, von Jugendstil über Art Deco bis zu Bauhausmöbeln und Möbelklassikern des modernen Designs in der so genannten "Neuen Sammlung", in der neben handwerklicher Kunst auch vorbildliche Industrieprodukte gezeigt werden.
Außerdem zeigt das Museum immer wieder interessante Sonderausstellungen zu einzelnen Themen und Epochen des Kunsthandwerks und der Möbelbaukunst.
Die Adressen der Museen in Berlin für Besucher sind:
Kunstgewerbe-Museum am Kulturforum Berlin
Berliner Kulturforum Potsdamer Platz, Matthäikirchplatz
Berlin-Tiergarten
Kunstgewerbe-Museum im Schloss Köpenick Berlin
Schlossinsel
Berlin-Köpenick
Auch die Bauwerke in der unmittelbaren Umgebung der Museen, des Kunstgewerbe-Museums (Möbelmuseums) bzw. des Kulturforums, sind sehenswert: z.B.
die Neue Nationalgalerie von Mies van der Rohe
Bauhaus
die St. Matthäi-Kirche von Stüler (Klassizismus)
Biedermeier Museum und Ausstellung in Berlin:
Stadtmuseum Biedermeier Ausstellung > www.stadtmuseum.de
Knoblauchhaus Biedermeier Ausstellung Museumsportal Berlin > www.museumsportal-berlin.de
Deutsches Historisches Museum Berlin Biedermeier Ausstellung > www.dhm.de
Jugendstil Museum und Ausstellung in Berlin:
Landesmuseum für Jugendstil,
Art Deco und Funktionalismus (1889-1939)
Bröhan-Museum > www.broehan-museum.de
14059 Berlin-Charlottenburg
Schloßstraße 1a
(am Schloss Charlottenburg)
2. Möbel Museen in Wien - Hofmobiliendepot
Das Hofmobiliendepot, 1747 durch Kaiserin Maria Theresia gegründet, beherbergt als Möbel Museum Wien heute die wohl größte Möbelsammlung der Welt.
Vor allem die kaiserliche Wohnkultur der Habsburger wird in diesem Wiener Möbel Museum ausführlich ausgestellt mit den Schwerpunkten Biedermeier, Empire, Historismus, Jugendstil.
Wien - "Depots" werden zu Museen
Die Habsburger statteten ihre Residenzen und Schlösser entsprechend dem Stil ihrer Zeit aus, und dabei wanderte alles, was nicht mehr gebraucht wurde, in ein Depot.
Heute befinden sich fast 160.000 Objekte in diesem Lager, und viele Originalmöbel der Habsburger Familie sind heute dort zu besichtigen.
Das Möbel Museum Wien
Außerdem bietet das Möbel Museum Wien einen Überblick über die Geschichte der Wiener Möbelkunst und Innenausstattung:
Von den kaiserlichen Hoflieferanten bis hin zu bedeutenden Künstlern des beginnenden 20. Jahrhunderts, wie z.B. Adolf Loos, Otto Wagner und Josef Hoffmann, sind alle vertreten, die die Architektur, Innenarchitektur und Wohnkultur Wiens geprägt haben.
Dieses ehemals k.k. Mobilienmagazin, später k.k. Hofmobilien- und Materialdepot genannt, ist heute eine ungewöhnliche und vielleicht einzigartige Mischung aus Lagern, Werkstätten und Museum.
Aus der früheren "Möbelabstellkammer" der Habsburger Monarchie entwickelte sich über Jahrhunderte hinweg eine heute ungewöhnlich große und bedeutende Möbelsammlung.
Ausgestellt sind in diesen Wiener Museen Kaiserliche Interieurs anhand von Originalmöbeln der Habsburger Monarchie ebenso wie Möbel aus dem 19. Jahrhundert.
Außerdem sehen Sie in den Wiener "Depot" - Museen Beispiele der Architekten Loos, Hoffmann und Wagner, sowie einige Beispiele moderner Möbelkunst.
Die Geschichte des Hofmobiliendepot´s
1747 ernennt Maria Theresia den ersten Hofmobilieninspektor. Er wird mit der Inventarisierung, der Pflege und dem Transport des höfischen Möbelbestandes betraut.
1809 erhält dieser Hofdienst die Bezeichnung Hofmobiliendirektion. Sie ist nun (unter Kaiser Franz II./I.) auch für den Neuankauf des kaiserlichen Mobiliars zuständig.
1901 wird unter Kaiser Franz Joseph I. das k.k. Hofmobiliendepots auf der Mariahilfer Straße 88 errichtet, als zentrales Lager für alles Mobiliar, das gerade nicht gebraucht wurde, und mit angeschlossenen Werkstätten und Wagenremisen in Gebrauch genommen.
1919 nach dem Ende der Donaumonarchie geht der Möbelbestand des Hofes in den Besitz der Republik Österreich über. Ein Teil davon wurde und wird auch heute noch für Repräsentationszwecke, z.B. für die des Bundespräsidenten, verwendet.
1924 wurde eine Schausammlung im Depot, das nun Bundesmobiliendepot hieß, eröffnet. Gedacht als Vorbilder-Sammlung für Handwerker war es entsprechend stilkundlich gegliedert. Zwei Säle mit Barock- und Empiremöbeln und 15 Kojen mit Biedermeiermöbeln sollten das Wohnen im "alten Wien" zeigen.
1993 begann eine Generalsanierung. Ein an das Hofmobiliendepot angrenzendes Gebäude und ein weiteres Gebäude, ein Biedermeierhaus in der Andreasgasse, wurden zu diesem Zweck dazugekauft. Das Museum besteht seitdem aus dem Depotgebäude in der Mariahilfer Straße und dem Biedermeierhaus in der Andreasgasse.
1998 wurde das jetzige Hofmobiliendepot Möbelmuseum Wien als Möbelmuseen eröffnet.
Die Adresse Museum Hofmobiliendepot in Wien für Besucher ist:
Hofmobiliendepot - Möbel Museum Wien
Andreasgasse 7
A - 1070 Wien